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Glaube

Apostolisches Glaubensbekenntnis
Das Apostolische Glaubensbekenntnis ist in seinem Kern ein sehr altes Bekenntnis, das römische Christen bei ihrer Taufe sprachen. Seit dem Jahr 390 wird es als "Apostolisches" Bekenntnis bezeichnet. Unter Karl dem Großen wurde es um 800 offizielles Bekenntnis des Frankenreiches und so im gesamten Abendland verbreitet. Es ist in der römisch-katholischen Kirche ebenso wie in allen protestantischen Kirchen anerkannt, lediglich in der Ostkirche wurde es nie benutzt.

"Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben." Amen

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© KG Lütten Klein / Jean Wlodarczyk

Nachrichten der Kirchengemeinde

Aktueller Brief der Pastorin Uta Möhr an die Gemeinde am 4. Mai 2020

06.05.2020 | Mit dem anschließenden Brief wendet sich Pastorin Uta Möhr in diesem Mai 2020 an die Gemeindemitglieder der Kirchengemeinde Rostock Lütten Klein.

© KG Lütten Klein

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Liebe Lütten Kleiner Gemeindemitglieder,                                                          

das Osterfest liegt hinter uns, in diesem Jahr so ganz anders als sonst, ohne Besuche, und auch ohne Besuch eines Gottesdienstes. Wir haben den 19. April herbeigesehnt, der die Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona – Virus versprach, wenn wir uns denn alle konsequent verhalten. Das haben wir getan und irgendwie gegen jedes bessere Wissen gehofft, nun endlich unser altes Leben zurückzubekommen. Nun haben wir erfahren: so einfach ist das nicht und wir werden uns noch länger auf eine „Durststrecke“ einrichten müssen. In den Kirchengemeinden, die so unterschiedlich in ihrer Struktur sind, versuchen wir „was geht“: wir haben in Rostock jeden Sonntag aus den unterschiedlichen Gemeinden eine Video – Andacht ins Internet gestellt. Nun sind die open – air – Bedingungen gelockert worden, das Wetter wird wärmer – das ruft danach, einen Gottesdienst in unserem Pfarrgarten zu versuchen. Wir schreiben Briefe. Wir sammeln, bemalen und verschenken Steine als Zeichen der Verbundenheit und der Hoffnung. Wir halten Kontakt, wir telefonieren und wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen unsere Konvente und Beratungen über Internet in Videokonferenzen (eine sicherlich sinnvolle Einrichtung, auf die ich aber gerne wieder verzichte, wenn es nicht mehr notwendig ist).

Ich kümmere mich im Moment um Dinge, zu denen ich sonst keine Zeit habe, und so ist mir die Idee gekommen, doch mal wieder ein Kochbuch zusammenzustellen. Wir haben in den vergangenen Jahren schon drei Kochbücher („So is(s)t Lütten Klein“, „Lütten Klein is(s)t weiter“ und „in Lütten Klein is(s)t man immer“) gemacht, in die ich immer wieder gerne schaue und aus denen ich immer noch mal etwas neues ausprobiere. Sie ja vielleicht auch! Schicken Sie mir doch bitte Ihr Lieblingsrezept! (per email an uta.moehr@elkm.de oder einfach klassisch per Post an die Malchiner Str. 17a in 18109 Rostock) Wenn ich ca. 25 Rezepte zusammen habe, mache ich wieder ein Buch daraus, das gegen eine Spende für „Brot für die Welt“ zu bekommen ist.

Und schicken Sie mir doch bitte auch Ihre Emailadresse, wenn Sie denn eine haben, damit auch Sie den Montagssegen aus der Kirchengemeinde bekommen können!

Eine besondere Freude ist mir im Moment der Weg zur Bank, wenn ich die Kontoauszüge der Kirchengemeinde hole. Viele von Ihnen haben bereits ihr Kirchgeld und manche sogar noch eine Extra Spende mit überwiesen. Dafür ganz herzlichen Dank!! Ich freue mich über dieses Zeichen der Verbundenheit mit Ihrer, unserer Kirchengemeinde. Und das Geld wird dringend gebraucht, vielleicht noch dringender als in den Vorjahren, denn niemand weiß, mit welchen Geldern der Landeskirche wir im nächsten Jahr rechnen können. Viele Menschen in dieser Krise sind in Kurzarbeit, verdienen also erheblich weniger, zahlen weniger Lohnsteuer und damit auch weniger Kirchensteuer… Da ich aber aus der Geschichte und auch aus meiner eigenen Erfahrung als DDR – Kind weiß, dass die Kirche schon ganz andere Krisen überstanden hat, bin ich sicher, dass es weitergehen wird mit der Kirche, mit der Gemeinde und mit dem christlichen Glauben sowieso.

Inzwischen haben die meisten Läden wieder geöffnet und auch unsere Ehrenamtlichen, die den Weltladen in der Kirche betreuen, warten darauf, endlich (zusammen mit der Öffnung der Kirche für Gottesdienste) wieder faire Produkte verkaufen zu können. Bis dahin können Sie gerne weiter telefonisch bei Frau Heilmann (0381-77882980) oder bei Frau Huhndorf (0381-7688151) bestellen: Kaffee, Tee, Süßigkeiten… Sie bekommen es dann nach Hause geliefert.

Anfang Juni wird der neue Gemeindebrief erscheinen und ich hoffe sehr, dass es bis dahin mehr Verbindlichkeit gibt, „was geht und was nicht geht“. Ehrlich gesagt habe ich momentan keine Idee, wie wir eine vernünftige Abstandsregel von mindestens 1,50 m in middenmang hinbekommen sollen. Aber auch das wird sich finden. (Übrigens ist der Neubau des Diakoniezentrums (Fertigstellung) auf 2023 terminiert.)

Und hier möchte ich Ihnen noch eine meiner Lieblingsgeschichten mitgeben:

"Es war einmal eine Spinne. Die saß im unteren Gebüsch und hatte sich tagsüber ein herrliches Spinnennetz gewoben. Das Netz ist gut gelungen, Beute würde sich schon reichlich einstellen, ein wenig stolz war sie schon auf ihre Arbeit.

Am Abend, als sie dann am Meisterstück entlang krabbelte, da entdeckte sie einen Faden, der nach oben ins Gebüsch führte. Sie wusste für ein paar Augenblicke nichts mit dem Faden anzufangen und begann damit, den Faden nach oben abzubeißen. Und was geschah? Das ganze Netz fiel in sich zusammen, und die Spinne war auf einmal Gefangene ihres eigenen Meisterwerkes."

Ich wünsche Ihnen sehr, dass Sie den Mut und die Zuversicht nicht verlieren in diesen schwierigen Zeiten, dass Sie Hoffnung bewahren für sich, Ihre Lieben und die ganze Menschheit.

Und ich wünsche Ihnen besonders, dass Ihr „Draht nach oben“ niemals abreißt!

Bleiben Sie behütet, bleiben Sie gesund!

Ihre Pastorin Uta Möhr

(Immer aktuell ist unsere Internetseite www.kirchengemeinde-luettenklein.de, hier finden Sie neben den Video – Andachten auch immer ein „Wort zum Sonntag“ von Pastorin Kieseler oder mir.)

Datum
06.05.2020
Von
Pastorin Uta Möhr
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