SCHLIESSEN

Glaube

Apostolisches Glaubensbekenntnis
Das Apostolische Glaubensbekenntnis ist in seinem Kern ein sehr altes Bekenntnis, das römische Christen bei ihrer Taufe sprachen. Seit dem Jahr 390 wird es als "Apostolisches" Bekenntnis bezeichnet. Unter Karl dem Großen wurde es um 800 offizielles Bekenntnis des Frankenreiches und so im gesamten Abendland verbreitet. Es ist in der römisch-katholischen Kirche ebenso wie in allen protestantischen Kirchen anerkannt, lediglich in der Ostkirche wurde es nie benutzt.

"Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben." Amen

Predigt Pastorin Uta Möhr

Grußwort der Pastorin Uta Möhr

12.11.2015 | Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Gemeinde,
„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“
Erinnern Sie sich noch? Das ist die Jahreslosung für dieses Jahr 2015 und wir haben zu Beginn des Jahres in
Gottesdiensten und Andachten darüber gehört und nachgedacht. Vielleicht haben Sie noch ein Bild oder eine Karte mit der Jahreslosung bei sich zu Hause liegen. Im Laufe des Jahres gerät die Jahreslosung dann doch meistens irgendwie wieder aus dem Blick. Bis in diese Wochen des Herbstes 2015, in denen wir
miterleben müssen, wie hunderttausende Menschen sich auf den Weg gemacht haben. Sie sind getrieben von der Hoffnung auf ein besseres und sichereres Leben, ein
lebenswertes Leben, sie sind getrieben von der Hoffnung auf eine sichere Zukunft für ihre Kinder. Wir sehen das mit gemischten Gefühlen. Die Älteren von Ihnen kennen den Satz, der auch die Flüchtlinge treibt: Wir wollen, dass unsere Kinder es einmal besser haben sollen! Aber wir sehen doch auch die Probleme: Wo sollen sie denn alle unterkommen? Wir sehen das Ringen unserer
Regierung um gesetzliche Neuregelungen, um denen, die unseren Schutz brauchen, ein menschenwürdiges Leben in unserem Land zu ermöglichen. Schafft Deutschland das? Diese Frage beunruhigt uns. Gleichzeitig sehen wir auch: Hunderte freiwillige Helferinnen und Helfer setzen ihre Zeit, ihre Phantasie und oftmals auch ihr Geld ein, um diesen Menschen zu helfen, ihren ganz existenziellen Lebensträumen näher zu kommen. Da wird mir warm ums Herz und es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit. Wenn dieses Gemeindeblatt erscheint, beginnt die
Adventszeit, eine Zeit, in der wir es uns gut gehen lassen mit Lebkuchen, Stollen und Glühwein, mit Adventsfeiern, Tannengrün und alten Liedern. Eine Zeit, in der wir möglichst auch einmal die Alltagshektik vor der Tür lassen und uns mit Freunden und Verwandten treffen, gerne auch mal einen Gottesdienst oder ein Konzert besuchen. Manchmal rutscht es aus dem Gedächtnis, dass diese Zeit
im eigentlichen Sinne keine Festzeit ist, sondern eine Vorbereitungszeit auf das große Fest von Gottes Menschwerdung. Der violette Pultbehang in unserer Kirche erinnert daran, violett wie in der Passionszeit vor Ostern und wie am Buß – und Bettag im November.
Ich denke in diesem Jahr besonders an die Erzählung im Matthäusevangelium, in der von der Flucht nach Ägypten berichtet wird. Maria und Josef gehen dorthin, um das Leben ihres Kindes Jesus zu retten. In Ägypten fanden sie Asyl, bis eine Rückkehr in die Heimat gefahrlos möglich war. Ich bin sicher, dieses Weihnachtsfest des Jahres 2015 wird etwas nachdenklicher als sonst.
Von Herzen wünsche ich Ihnen, dass Sie in diesem Sinne Weihnachten erleben und Weihnachten feiern können, trotz allem, was uns persönlich und in der Gesellschaft
umtreibt – oder gerade deshalb!
Gesegnete Weihnachten!
Ihre Pastorin Uta Möhr

Datum
12.11.2015
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