SCHLIESSEN

Glaube

Apostolisches Glaubensbekenntnis
Das Apostolische Glaubensbekenntnis ist in seinem Kern ein sehr altes Bekenntnis, das römische Christen bei ihrer Taufe sprachen. Seit dem Jahr 390 wird es als "Apostolisches" Bekenntnis bezeichnet. Unter Karl dem Großen wurde es um 800 offizielles Bekenntnis des Frankenreiches und so im gesamten Abendland verbreitet. Es ist in der römisch-katholischen Kirche ebenso wie in allen protestantischen Kirchen anerkannt, lediglich in der Ostkirche wurde es nie benutzt.

"Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben." Amen

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© KG Lütten Klein / Jean Wlodarczyk

Predigt Pastorin Uta Möhr

Grußwort zum Gemeindeblatt Frühjahr 2019

24.02.2019 | Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Gemeinde,
Suche Frieden und jage ihm nach…
Dieser Vers aus Psalm 34 ist die diesjährige
Jahreslosung. Zuerst las ich und speicherte
entsprechend in meinem Kopf ab: suche DEN
Frieden und jage ihm nach.
Und ich dachte: "hm, das ist so ein Satz, der ist
richtig, den kann ich so unterschreiben, aber er
macht nichts mit mir, er spricht mich nicht an."
Natürlich wünsche ich mir Frieden, im Nahen wie
im Fernen, und wenn ich in die weite Welt schaue,
dann wünsche ich mir noch viel mehr Frieden
überall und für alle Menschen.
Denn wenn ich lese: "Suche DEN Frieden", dann ist
das etwas, das irgendwo verborgen ist und das ich
suchen muss, ein bisschen wie Ostern die Ostereier.
Vor wenigen Wochen brachte mich aber jemand
darauf, dass das da gar nicht steht. Das Psalmwort
heißt nämlich einfach: suche Frieden.
Das ist etwas ganz anderes. Das Wort im
Hebräischen (der Sprache, in der das Alte Testament
aufgeschrieben wurde) heißt Schalom und dieses
Wort ist nur unzureichend mit Frieden übersetzt.
Im hebräischen Denken bedeutet „Frieden“ weit
mehr als nur die Abwesenheit von Streit und Krieg,
auch keine Friedhofsruhe. „Schalom“ meint eine
tiefe Sehnsucht nach einer heilen, unversehrten Welt,
in der keine Gefahr mehr droht. „Schalom“ ist die
unverbrüchliche Hoffnung auf ein gerechtes und alle
Feindschaft überwindendes Miteinander der ganzen
Schöpfung.
Niemand muss um sein Überleben kämpfen, alle
Menschen begegnen sich mit Respekt und auf
Augenhöhe, niemand muss Angst haben. Es ist ein
Zustand der Gerechtigkeit und Gleichberechtigung.
Frieden in diesem Sinne ist nicht nur eine
Abwesenheit von Krieg, es ist keine vertragliche
Regelung wie im Lateinischen (pax - Pakt), sondern
Schalom ist noch am ehesten mit "heil" zu
übersetzen, heil an Körper und Seele, heil in den
Beziehungen zwischen Menschen untereinander und
zwischen Mensch und Natur.
Dieses Heil sollen wir suchen und ihm nachjagen,
also uns wirklich in Bewegung setzen, um dorthin zu
kommen, es zu suchen in jedem Moment und in
jeder Beziehung unseres Lebens.
Und jetzt denke ich: "Wow, was für eine
Jahreslosung für dieses Jahr 2019! Da haben wir zu
tun!"
Und in diesem Sinne wünsche ich uns allen gute
Schritte auf diesem Weg!
Herzliche Grüße Ihre Pastorin

Datum
24.02.2019
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