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Glaube

Apostolisches Glaubensbekenntnis
Das Apostolische Glaubensbekenntnis ist in seinem Kern ein sehr altes Bekenntnis, das römische Christen bei ihrer Taufe sprachen. Seit dem Jahr 390 wird es als "Apostolisches" Bekenntnis bezeichnet. Unter Karl dem Großen wurde es um 800 offizielles Bekenntnis des Frankenreiches und so im gesamten Abendland verbreitet. Es ist in der römisch-katholischen Kirche ebenso wie in allen protestantischen Kirchen anerkannt, lediglich in der Ostkirche wurde es nie benutzt.

"Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben." Amen

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Predigt Pastorin Uta Möhr

Grußwort zum Gemeindeblatt Sommer 2018

18.06.2018 | Am 29. Juni ist "Peter und Paul", der Gedenktag
dieser beiden Apostel.
Im Magazin "andere Zeiten" 2/2018 fand ich einige
Sätze dazu:
"Peter und Paul
Rom im ersten Jahrhundert nach Christus. Eine
neue radikale Religion breitet sich aus wie ein
Lauffeuer. Immer mehr Menschen sind fasziniert von
Jesus von Nazareth, der im römisch besetzten
Palästina die Liebe Gottes predigte und dafür
gekreuzigt wurde. Zwei seiner Anhänger, die Apostel
Petrus und Paulus, verbreiten im Römischen Reich
die Botschaft, dass dieser Jesus von den Toten
auferstanden sei und bald zurückkehren werde, um
Gottes Herrschaft auf Erden wahr zu machen.
Beide Missionare werden zum Tode verurteilt. Der
Legende nach sollen sie am selben Tag in Rom
hingerichtet worden sein: Paulus durch das
Schwert, Petrus am Kreuz. Seit dem 4. Jahrhundert
gedenken die christlichen Kirchen beider Märtyrer
am 29. Juni, ihrem vermuteten Todestag.
Ohne sie wären die ersten Christen wohl nicht mehr
als eine Gruppe jüdischer Sektierer geblieben.
Petrus und Paulus schufen die Grundlage dafür,
dass sich das Christentum in alle Welt ausbreiten
konnte. Die damit wohl bedeutendsten
frühchristlichen Märtyrer wurden später Patrone
der Stadt Rom, nach ihnen sind weltweit Städte,
Klöster und Kirchen benannt.
Um ihren Gedenktag herum ist vor allem in
katholischen Regionen ein reiches Brauchtum
entstanden. Petersfeuer werden angezündet,
Volksfeste gefeiert, oft finden Priesterweihen in
diesem Zeitraum statt.
Der Peter– und Paulstag soll die Erinnerung
wachhalten an Menschen, die entschlossen den Weg
des Glaubens gegangen sind. Sie hielten der
Todesgefahr ihre unerschütterliche Hoffnung
entgegen. Ohne Wenn und Aber, ohne Ausflüchte. Sie
waren überzeugt, das einzig Richtige zu tun."
Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Gemeinde,
oft stehen wir, gerade im Urlaub, staunend in alten
Kirchen und sind angerührt oder begeistert von der
Pracht, der Größe, dem Glanz, der Kunst in ihnen.
Mir ging es so im Kölner Dom und im Petersdom in
Rom. Am wohlsten aber fühle ich mich in unserer
Dorfkirche, in ihrer ruhigen Würde. Unser Glaube
und unsere Hoffnung braucht keinen Prunk, sondern
Aufrichtigkeit, so wie Petrus und Paulus es uns
vorgelebt haben.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen wundervolle
Sommertage und belebende Entdeckungen in alten
Kirchen.
Herzliche Grüße Ihre Pastorin Uta Möhr

Datum
18.06.2018
Von
Pastorin Uta Möhr
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