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Glaube

Apostolisches Glaubensbekenntnis
Das Apostolische Glaubensbekenntnis ist in seinem Kern ein sehr altes Bekenntnis, das römische Christen bei ihrer Taufe sprachen. Seit dem Jahr 390 wird es als "Apostolisches" Bekenntnis bezeichnet. Unter Karl dem Großen wurde es um 800 offizielles Bekenntnis des Frankenreiches und so im gesamten Abendland verbreitet. Es ist in der römisch-katholischen Kirche ebenso wie in allen protestantischen Kirchen anerkannt, lediglich in der Ostkirche wurde es nie benutzt.

"Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben." Amen

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© KG Lütten Klein / Jean Wlodarczyk

Predigt Pastorin Uta Möhr

Grußwort zum Gemeindeblatt Winter 2018 / 2019

01.12.2018 | „Goldene Spur“
Es ist ein vergoldeter Neuanfang. „Kintsugi“ stammt aus Japan und heißt: „Goldreparatur“.
Wenn eine wertvolle Keramikschale in Scherben zerbricht, wird sie wieder zusammengefügt.
Nicht ohne sichtbare Risse, das wäre ja unmöglich. Aber: Die Bruchstellen werden nicht nur mit besonderem Kitt und Lack geflickt, sondern auch mit Goldstaub. So wirken die Brüche besonders kostbar, das ganze Gefäß ist neu und anders, es glänzt sogar. Jede wiederhergestellte Schale zeigt: Ich bin gebrochen, an verschiedenen Stellen. Ich habe vieles überstanden. Es hat Mühe und Zeit gekostet, wieder ganz zu werden, wieder neu gefüllt werden zu können. Aber genau das macht mich einzigartig. Mit dem Advent bricht nicht über Nacht eine heile Zeit an. Aber er kann uns bestärken, neu auf die Suche zu gehen – nach goldenen Spuren.
(Iris Macke in: der andere Advent 2017/2018, Kalender von Andere Zeiten e.V.)

Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Gemeinde,
mir gefällt dieses Bild der gekitteten Schale, deren Risse mit Goldstaub betont werden. Ich denke dabei an die Risse in meinem eigenen Leben – manche finde ich nach wie vor ärgerlich, aber manche zeigen im Nachhinein schon einen goldenen Schimmer. Und was hat dieses Bild mit Advent zu tun? Wir packen uns die Adventswochen oft zu mit allerlei Geschäftigkeit. Jemand sagte mal: „Ein Event jagt das nächste.“ Das ist so, wir werden zu Gejagten und vergessen dabei, dass der Advent eine Vorbereitungszeit ist, eine Zeit, in der wir innehalten und uns auf das Wesentliche und das Wichtige besinnen sollen und uns möglicherweise auch mit den feinen und groben Rissen in unserem eigenen Leben versöhnen können. Vielleicht entdecken Sie dabei schon einen goldenen Schimmer?!
Das wünsche ich Ihnen sehr und grüße Sie herzlich in diesen adventlichen Tagen!
Ihre Pastorin Uta Möhr

Datum
01.12.2018
Von
Pastorin Uta Möhr
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