SCHLIESSEN

Glaube

Apostolisches Glaubensbekenntnis
Das Apostolische Glaubensbekenntnis ist in seinem Kern ein sehr altes Bekenntnis, das römische Christen bei ihrer Taufe sprachen. Seit dem Jahr 390 wird es als "Apostolisches" Bekenntnis bezeichnet. Unter Karl dem Großen wurde es um 800 offizielles Bekenntnis des Frankenreiches und so im gesamten Abendland verbreitet. Es ist in der römisch-katholischen Kirche ebenso wie in allen protestantischen Kirchen anerkannt, lediglich in der Ostkirche wurde es nie benutzt.

"Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben." Amen

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© KG Lütten Klein / Jean Wlodarczyk

Predigt Pastorin Uta Möhr

Grußwort zum Gemeindeblatt "Winter 2019/2020"

25.11.2019 | Ein berühmtes Kloster war in große Schwierigkeiten
geraten. Waren die vielen Gebäude früher voller Mönche
gewesen, schleppte sich jetzt nur eine Handvoll alter
Mönche durch die Kreuzgänge und pries Gott mit
schwerem Herzen.
In der Nähe hatte ein weiser Mann eine kleine Hütte
gebaut, um von Zeit zu Zeit dort zu fasten und zu beten.
Solange er dort weilte, fühlten sich die Mönche von
seiner betenden Gegenwart mitgetragen.
Eines Tages suchte der Abt des Klosters den Weisen auf.
In der Tür umarmten sie sich herzlich und schauten
einander lächelnd an. Sie setzten sich an einen Tisch, auf
dem die Heilige Schrift geöffnet lag. Sie saßen nicht
lange, da bedeckte der Abt sein Gesicht mit den Händen
und weinte - weinte wie ein verlassenes Kind.
"Du und deine Brüder", begann der Weise, "ihr dient dem
Herrn nur mit schwerem Herzen. Ich will dir eine
Weisung geben, die du aber nur einmal wiederholen
darfst. Danach darf niemand sie je wieder aussprechen."
Der weise Mann schwieg eine Weile. Dann sagte er: "Die
Weisung lautet: Der Messias ist unter euch!"
Am nächsten Morgen rief der Abt seine Mönche
zusammen und erzählte ihnen von seiner Begegnung mit
dem Weisen und auch davon, dass dessen Weisung nie
wieder laut ausgesprochen werden dürfe. Dann schaute er
die Brüder der Reihe nach an und sagte:
"Die Weisung lautet: In einem von uns ist der Messias!"
Die Mönche reagierten bestürzt. Wer ist es? Bruder
Johannes oder Pater Markus? Oder Bruder Thomas?
Seitdem gingen die Mönche ganz anders miteinander um:
ehrlicher, herzlicher, freundlicher, ehrfürchtiger,
demütiger. Sie lebten fortan zusammen wie Menschen,
die endlich etwas gefunden hatten.
Die gelegentlichen Besucher zeigten sich betroffen und
angesprochen von diesem Geist, der jetzt von den
Mönchen ausging. Und es dauerte nicht lange, da kamen
die Menschen von nah und fern, und auch die Chorstühle
füllten sich wieder.

Ihnen allen, liebe Leserinnen, liebe Leser, wünschen wir frohe Weihnachten, einige erholsame Tage im Kreise lieber Menschen und für das neue Jahr 2020 Gottes Segen!
Der Kirchengemeinderat Lütten Klein und Ihre Pastorin

Datum
25.11.2019
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