SCHLIESSEN

Glaube

Apostolisches Glaubensbekenntnis
Das Apostolische Glaubensbekenntnis ist in seinem Kern ein sehr altes Bekenntnis, das römische Christen bei ihrer Taufe sprachen. Seit dem Jahr 390 wird es als "Apostolisches" Bekenntnis bezeichnet. Unter Karl dem Großen wurde es um 800 offizielles Bekenntnis des Frankenreiches und so im gesamten Abendland verbreitet. Es ist in der römisch-katholischen Kirche ebenso wie in allen protestantischen Kirchen anerkannt, lediglich in der Ostkirche wurde es nie benutzt.

"Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben." Amen

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© KG Lütten Klein / Jean Wlodarczyk

Predigt Pastorin Uta Möhr

Verabschiedung und Einführung des KGR

17.01.2017 | Am 15. Januar 2017, 2. Sonntag nach Epiphanias, fand ein gemeinsamer Gottesdienst der Kirchengemeinden Rostock Lütten Klein und Lichtenhagen Dorf in der Dorfkirche statt. Der alte Kirchengemeinderat wurde nach sechs Jahren Amtszeit verabschiedet und der neu gewählte KGR wurde für seine Amtszeit von sechs Jahren, von den Pastorinen Uta Möhr und Anke Kieseler, eingeführt. Hier können Sie einen Teil vom Ablauf des Gottesdienstes und den Predigtteil von Pastorin Uta Möhr nachlesen.
Ihre Kirchengemeinde

Gottesdienst zur Verabschiedung und Einführung des KGR

© KG Lütten Klein

Begrüßung

Gottes Friede sei mit uns allen!

Seien Sie herzlich begrüßt zu diesem Gottesdienst am 2. Sonntag nach Epiphanias!

Heute ist in unseren Kirchgemeinden ein besonderer Tag und ein besonderer Gottesdienst. Wir führen 8 Kirchenälteste in Lütten Klein und 13  KÄ der Dorfgemeinde in ihre ehrenamtliche Tätigkeit ein. Sie werden in den kommenden 6 Jahren alle Entscheidungen treffen, die mit unseren Kirchengemeinden zusammenhängen, sie werden über die Finanzen entscheiden, Personalentscheidungen treffen und die Veranstaltungen der Gemeinde beschließen. Vieles ist zu ahnen, was das Amt mit sich bringt, und vielleicht ist es ganz gut, dass niemand vorhersagen kann, welche Entscheidungen in den kommenden Jahren zu fällen sind. Die Arbeit im Kirchengemeinderat ist nicht immer leicht und erfordert Zeit und Nerven. Aber diese Arbeit macht auch viel Freude, wenn man aus nächster Nähe sieht, wie Gemeinde wächst und wo man selbst seine Stärken einbringen kann.

 

Das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit aber ist durch Jesus Christus geworden.  Johannes 1,17  Der alte Mose – unter unserer Kanzel sehen wir eine Plastik von ihm und er zeigt, wenn sie denn noch da wären, auf 2 Tafeln. Und auf diesen Tafeln stehen die Gebote, uns von Gott gegeben, damit menschliches Zusammenleben gelingen kann. Das ist der Sinn der Gebote, der Sinn jedes Gesetzes. Und doch wissen wir: Gesetze können starr und manchmal pauschal wirken, sie passen nicht für jede denkbare Situation. Jesus kannte die Gesetze, die Gebote seiner Zeit sehr gut und dennoch – immer wieder hat er diese hinterfragt und gesagt: Das Gesetz ist doch für den Menschen da und nicht der Mensch für das Gesetz. Es kann doch nicht sein, dass der Mensch sein Leben lang damit beschäftigt ist, nur ja keines der immerhin 613 im Alten Testament stehenden Gebote und Verbote zu übertreten. Es kann doch nicht sein, dass der Mensch dabei vergisst, dass er ein Leben hat. Jesus wußte um die Bedeutung von Gesetz,  dass es Menschen ohne …, schwer haben würden. Und doch stand immer der Mensch bei ihm im Mittelpunkt, bevor er ein Urteil fällte. Und darum heißt es wohl : Gnade und Wahrheit aber ist durch Jesus Christus geworden. ER hat auch einmal gesagt: Ich bin nicht gekommen, das Gesetz aufzulösen, sondern es zu erfüllen. Und er tat das vor allem  in Liebe zum Mitmenschen. So lassen Sie uns diesen GD feiern im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen

 

Predigtteil von Pastorin Uta Möhr

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater und dem Herrn Jesus Christus. Amen

Liebe Gemeinden,

6 Jahre sind eine lange Zeit. Da wächst ein Kind vom Baby zum Schulkind heran. Ein Grundschüler wechselt auf die weiterführende Schule, ein Konfirmand wird erwachsen. Im Leben eines jungen Menschen geschehen innerhalb von 6 Jahren tiefgreifende Entwicklungsschritte. Manches kann man mit dem Zentimetermaß sichtbar machen, wie z.B. Die Körpergröße oder die Länge der Füße. Und im Leben einer Kirchengemeinde? Gibt es da auch Entwicklung oder gibt es da nur Alltag und jeden Tag das Gleiche? Wenn ich auf die vergangenen 6 Jahre unserer Kirchgemeinde zurückblicke, sehe ich viele kleine und größere Ereignisse und manche Veränderung:

2010 habt Ihr euch zur Wahl in den Kirchengemeinderat, damals noch Kirchgemeinde Rat gestellt. Nur Steffen Jahncke und Ingeborg Petschat hatten damals schon eine oder mehrere Legislaturen hinter sich und konnten erahnen, was das mit sich bringen könnte. Ich habe mal ein bisschen in der Chronik geblättert und die Themen nachgelesen, die uns damals 2010 in den ersten Sitzungen beschäftigt haben: Wir haben zeitgleich mit dem neuen KGR auch eine Kindergottesdienstgruppe ins Leben gerufen, damit an jedem Sonntag hier in der Kirche ein Angebot für Kinder sein kann. Wir haben diskutiert, ob und wie wir die Zusammenarbeit mit unserer Nachbargemeinde St. Thomas intensivieren wollen, Frau Abs hat angekündigt,   hat angekündigt, ihren Dienst bei uns in der Kirchengemeinde zu beenden und künftig als weltliche Trauerrednerin zu arbeiten. Damit war dann das Thema Kirchenmusik wieder ein Problem, das sich dann 2012 auf wundersame Weise auflöste, als Andreas Hain hier anfing und Lichtenhagen und Lütten Klein seitdem wieder einen gemeinsamen Kantor haben. 2011 bedankten wir uns bei den Ehrenamtlichen der drei Gemeinden Evershagen, Lütten Klein und Lichtenhagen St. Thomas erstmals mit einem gemeinsamen Ehrenamtlichentag, wir versuchen gemeinsame Gemeindefeste mit Lichtenhagen St. Thomas, und wir verabschiedeten uns erneut und wiederholt und diesmal hoffentlich endgültig von dem Plan, in Lütten Klein ein eigenes Gemeindezentrum zu bauen. 2012 kam die Nordkirche, die Freud und Leid mit sich brachte und über deren Auswirkungen für Lütten Klein wir manchmal diskutieren mussten, vor allem wenn schnell mal noch, sofort bis in drei Tagen ein Beschluss gefasst werden musste, der dann nie wieder eine Bedeutung hatte. In unserer Gemeinde Lütten Klein kam Ende 2012 "middenmang", damit haben wir nun erstmals eigene, gemietete Räume im Diakoniezentrum. In jedem Jahr hatten wir einen KGR Gottesdienst, von denen mir besonders der 2013 lebhaft in Erinnerung ist: "Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an..." und nun, im vergangenen Herbst feierten wir 50 Jahre Kirchengemeinde Lütten Klein. Dies seien nur einige Streiflichter auf die 6 Jahre vergangene Legislatur des KGR. Nun ist ein neuer Kirchgemeinderat gewählt worden. Ich bin gespannt, was die kommenden 6 Jahre bringen werden und ich werde mich jetzt nicht hinreißen lassen, Spekulationen für die Zukunft zu treffen. Im Vorfeld der KGR Wahl habe ich immer mal wieder von den Kandidaten gehört: ich glaube, ich kann das gar nicht und da hörte ich immer so ein bisschen den unausgesprochenen Satz mit: Reicht mein Glaube dafür? Muss ich nicht ein besonders guter Christ sein, um in das Leitungsgremium einer Kirchengemeinde gewählt zu werden? Was ist mit meinen Zweifeln, die da manchmal leise an mir nagen? Wenn wir Paulus hören, was er im Römerbrief schreibt, und das für den heutigen Sonntag als Epistellesung ausgesucht ist, dann ist das eigentlich ganz einfach und eigentlich doch gar nicht so einfach.

Predigttext Röm 12/9 -18

Die Liebe sei ohne Falsch. Hasst das Böse, hängt dem Guten an. Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn. Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft. Segnet, die euch verfolgen; segnet, und verflucht sie nicht. Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden. Seid eines Sinnes untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch zu den niedrigen. Haltet euch nicht selbst für klug. Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. Ist's möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden.

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre unsre Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen

© KG Lütten Klein

Verabschiedung des alten Kirchengemeinderates

Pastorin Uta Möhr: 6 Jahre sind eine lange Zeit. Vor 6 Jahren haben Sie hier in dieser Kirche vor dem Altar gestanden und wurden in Ihr Amt als Kirchenälteste eingeführt. Wohl kaum jemand konnte damals überblicken, wie bewegt die kommenden Jahre sein würden und welche, zum Teil weitreichenden und schwerwiegenden Entscheidungen wir würden treffen müssen. Sie sind hineingewachsen in Ihre Aufgabe, haben viel dazu gelernt, Sie haben mitgedacht und überlegt, haben nach den Sitzungen manche schlaflose Nacht verbracht und viele Diskussionen bewegten Sie noch über Tage hinaus.

Pastorin Anke Kieseler: Ob Sie sich manchmal gefragt haben: Warum tue ich mir das eigentlich an? Immerhin haben Sie nicht nur Zeit, Kraft und Nerven investiert, sondern oft genug auch bare Münze. Aber niemand hat das Handtuch geworfen, Sie haben durchgehalten, wenn es auch manchmal schwer wurde. Dafür danken wir Ihnen und Euch im Namen der Kirchengemeinde herzlich. Heute werden Sie und Ihr von diesem Amt entlastet. Der Staffelstab darf nun symbolisch weitergegeben werden. Die Arbeit, die Sie in den vergangenen 6 Jahren geleistet haben, ist unbezahlbar.

Und so können wir Ihnen und Euch einfach nur persönlich danken.

© KG Lütten Klein

Einführung der neuen Kirchenältesten

Wir wollen nun diese Kirchenältesten in ihr Amt einführen, indem wir Gottes Wort hören und für sie beten.

1. Komm, o komm, du Geist des Lebens, wahrer Gott von Ewigkeit, deine Kraft sei nicht vergebens, sie erfüll uns jederzeit; so wird Geist und Licht und Schein in dem dunklen Herzen sein.

2. Gib in unser Herz und Sinnen Wahrheit, Rat, Verstand und Zucht, daß wir anders nicht beginnen als nur, was dein Wille sucht; dein Erkenntnis werde groß und mach uns von Irrtum los.

Pastorin Uta Möhr stellt Verpflichtungsfrage

So frage ich euch: Wollt Ihr das Amt des Kirchenältesten in unseren Kirchengemeinden Lütten Klein und Lichtenhagen annehmen und führen? So antwortet: ja, mit Gottes Hilfe

Ich möchte Sie bitten, das Gelöbnis zu sprechen:

„Ich gelobe vor Gott und dieser Gemeinde, das mir anvertraute Amt als Mitglied des Kirchengemeinderats gemäß dem Evangelium von Jesus Christus, wie es in der Heiligen Schrift gegeben und im Bekenntnis der evangelisch-lutherischen Kirche bezeugt ist, zu führen. Ich bin bereit, gemäß der Verfassung Verantwortung zu übernehmen für die Leitung der Kirchengemeinde, den Gottesdienst, für die diakonischen und missionarischen Aufgaben sowie für Lehre, Leben und Ordnung der Kirche“.

Pastorin Uta Möhr: Wir wollen beten: Herr unserer Kirche, du hast diese Gemeindemitglieder durch Wahl der Gemeinde und durch Berufung zu Kirchenältesten über deine Gemeinde berufen. Sie wollen dir und der Gemeinde mit Rat und Tat dienen, den Glauben mehren, gemeinsam mit den Pastorinnen die Gemeinde leiten und sich dabei ausrichten an deinem Wort.

Pastorin Anke Kieseler: Segne ihren Dienst. Rüste sie aus für ihr Amt, dass es ihnen nicht zur Last wird. Gib Kraft zum offenen Gespräch, zum freudigen Miteinander und zu klaren Entscheidungen. Lass sie auf Sorgen und Fragen hören, Dankbarkeit und Fürbitte spüren und Verschwiegenheit wahren. Heiliger Geist, komme du zu den Kirchenältesten und stärke sie. Amen

Hiermit führe ich euch ein in als Kirchenälteste der Kirchgemeinde Lütten Klein. Der Herr segne euch und euren Dienst.

 

Wort an die Gemeinden

Pastorin Uta Möhr: Liebe Gemeinden, Eine Kirchengemeinde kann nicht existieren ohne Kirchengemeinderat und ein Kirchengemeinderat hat keine Funktion ohne Kirchengemeinde. Und so möchte ich Sie bitten: Achten Sie den Dienst der Kirchenältesten, damit sie ihr Amt mit Freuden ausüben.

Pastorin Anke Kieseler: Geben Sie Ihnen Unterstützung und Hilfe, wo immer sie sie brauchen. Geben Sie ihnen Anerkennung für ihre ehrenamtliche Tätigkeit und beten Sie für sie.

Fürbittgebet:

Herr unser Gott, wir bitten dich heute besonders für die Menschen, die im Bereich unserer Gemeinden wohnen: - für die älteren und alten Menschen, die seit vielen Jahren hier leben. Gib, dass sie sorgenfrei und ohne Angst ihren Lebensabend hier genießen können, gib ihnen soziale Kontakte.

Wir bitten dich für die Menschen, die einsam sind. Sei du bei ihnen in ihrer Einsamkeit. Schenke ihnen den Mut, jemanden anzusprechen und um einen Besuch zu bitten. Schenke uns die Weitsicht, die oftmals verborgene Einsamkeit zu erkennen.

Wir bitten dich für die Familien und Kinder, die bei uns leben, dass sie gerne hier sind und Kirche als Ort der Begegnung entdecken.

Wir bitten für die Helferinnen und Helfer unserer Kirchengemeinden. Lass sie nicht verzagen an der Größe der Aufgaben, lass sie nicht mutlos werden, wenn alles vergeblich scheint und hilf ihnen, rechtzeitig nein zu sagen, wenn sie sich überfordert oder überlastet fühlen.

Wir danken dir, dass du immer wieder Menschen zusammenführst und so danken wir dir auch für die Kirchenältesten, die die vergangenen 6 Jahre diesen Dienst versehen haben und bitten dich, begleite ihren Lebensweg weiterhin mit deinem Segen. Amen

Datum
17.01.2017
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